ich hab dich überm lieben ausgetrunken
hab worte unter dich gestreut
wie stroh uns tageweise drin zu betten
glut einzutreiben dieser nacht
ein leben hab ich eingeboren
ein sternenstrahl in menschenart
ein lieben oder zwei und drei
ein wiedergehn in frischgestalt
wo sich neu die zeichen fügen
was leben warm vertraut bewegen will
laute flüsternd wieder binden
zum letzten weiten wahnsinnsschrei
da sind wir ineinander aufgenommen
sind zwei in einem überwunden
sind angekommen im vertrauten wesen
und ausgeleert zum einen grund
(copyright © 14.9.2017, bernd pol)
Donnerstag, 14. September 2017
perpetuum
es treibt
das raue wasser
ist nicht mehr
als überkommnes
erdenfreigeschenk
bei frischen halmen
bleicht schon altes gras
diese wiedergänger
aus dem trockenboden
irgendwo schreit ein letzter hahn
jetzt gilt es treue einzufahren
lose aufgetürmter lebensernten
lustversprechen umzubinden
in dauerhaftem wiedersein
das voll erhalten ist es
zum ganz neuen
urvertrauten eigenleben
wenn es sich in gemeinschaft traut
tag um tag neu ein altes lieben
in stille formen umzugießen
es ist ein preis
aus überlebten tagen
blicke wieder aufzufangen
um sich lächelnd einzufinden
(copyright © 14.9.2017, bernd pol)
das raue wasser
ist nicht mehr
als überkommnes
erdenfreigeschenk
bei frischen halmen
bleicht schon altes gras
diese wiedergänger
aus dem trockenboden
irgendwo schreit ein letzter hahn
jetzt gilt es treue einzufahren
lose aufgetürmter lebensernten
lustversprechen umzubinden
in dauerhaftem wiedersein
das voll erhalten ist es
zum ganz neuen
urvertrauten eigenleben
wenn es sich in gemeinschaft traut
tag um tag neu ein altes lieben
in stille formen umzugießen
es ist ein preis
aus überlebten tagen
blicke wieder aufzufangen
um sich lächelnd einzufinden
(copyright © 14.9.2017, bernd pol)
wettertriebe
ein zauber bricht durch regenschleier
jäh hier ein freier donner loser blitz
es schreit die welt im letzten dreier
durchs menschenstürmen ohne witz
ein leben hat sich wieder ausgegoren
ein seufzen noch vorm frühen kuss
ein weichen unterm bettenbäumen
ein laut zertreiben im genuss
sind auch die regentage fortgezogen
die stürme rütteln an den türen nach
und sonnen zwängen sich durch ritzen
vom los geschlagnen lebensdach
es ist ein schein der hier die lieben weiht
das mauern ist es in vertrauten zügen
ein ausgewöhntes langversprechen
zum gänzlich umverstanden sein
wenn dann die dritten schritte treiben
aus begehren geil sich triebe knoten
zu einem wird im liebeswiderhallen
neu erwachsner alterstiefer lust
ein altes schreien hier im wettertreiben
ein ringen um ein urvertrautes schauern
ein neues wiedersein in donnerschlägen
ein zauberstürmen aus zerzausten leben
über allem noch dies stille sehnen
vertrauen dürfen in den kleinen tod
wissen dürfen unterm weiter gehen
halten dürfen auch in frischer not
(copyright © 14.09.2017, bernd pol)
jäh hier ein freier donner loser blitz
es schreit die welt im letzten dreier
durchs menschenstürmen ohne witz
ein leben hat sich wieder ausgegoren
ein seufzen noch vorm frühen kuss
ein weichen unterm bettenbäumen
ein laut zertreiben im genuss
sind auch die regentage fortgezogen
die stürme rütteln an den türen nach
und sonnen zwängen sich durch ritzen
vom los geschlagnen lebensdach
es ist ein schein der hier die lieben weiht
das mauern ist es in vertrauten zügen
ein ausgewöhntes langversprechen
zum gänzlich umverstanden sein
wenn dann die dritten schritte treiben
aus begehren geil sich triebe knoten
zu einem wird im liebeswiderhallen
neu erwachsner alterstiefer lust
ein altes schreien hier im wettertreiben
ein ringen um ein urvertrautes schauern
ein neues wiedersein in donnerschlägen
ein zauberstürmen aus zerzausten leben
über allem noch dies stille sehnen
vertrauen dürfen in den kleinen tod
wissen dürfen unterm weiter gehen
halten dürfen auch in frischer not
(copyright © 14.09.2017, bernd pol)
Donnerstag, 7. September 2017
in eine menschenzeit
aus dem berg gekrochen
jenem ohne zeit
in dies leben
einzutreten
auch wenn die sagen verse trieben
was menschen wären menschen sind
aus vernichtung alles zeitlichen in
den zeilen aufgehoben über welten
schutzeshalb zeitweise gefroren
bis der mensch dort erwachsen sei
auf den berg gestiegen
weit über die zeit
innig die welt zu besingen
doch da waren nur feuer und rauch
fern auch stummgefallen ein schrei
ein einziger festgefroren ohne zeit
aller menschenkehlen der welt
aus liebesfremdem handeln
eigenschreckend erstarrt
den berg übertreten
jahre um jahre äonenweis
freileben zu finden
weil die menschen doch reifen
in friedlicher liebe endlich geschaffen
erstarrte schreckenszeiten
zu lösen die wunden zu pflegen und
dann neu die welt zu gestalten
in innig gemeinsamer lebensgewalt
dann ist der berg nichts
alte zeit überwunden
um ewig der welt
eigen zu sein
(copyright © 7.9.2017, bernd pol)
jenem ohne zeit
in dies leben
einzutreten
auch wenn die sagen verse trieben
was menschen wären menschen sind
aus vernichtung alles zeitlichen in
den zeilen aufgehoben über welten
schutzeshalb zeitweise gefroren
bis der mensch dort erwachsen sei
auf den berg gestiegen
weit über die zeit
innig die welt zu besingen
doch da waren nur feuer und rauch
fern auch stummgefallen ein schrei
ein einziger festgefroren ohne zeit
aller menschenkehlen der welt
aus liebesfremdem handeln
eigenschreckend erstarrt
den berg übertreten
jahre um jahre äonenweis
freileben zu finden
weil die menschen doch reifen
in friedlicher liebe endlich geschaffen
erstarrte schreckenszeiten
zu lösen die wunden zu pflegen und
dann neu die welt zu gestalten
in innig gemeinsamer lebensgewalt
dann ist der berg nichts
alte zeit überwunden
um ewig der welt
eigen zu sein
(copyright © 7.9.2017, bernd pol)
Mittwoch, 6. September 2017
mondenleben mit hindernissen
vielleicht solltest du voller gehen
oder nur ganz wenig angekratzt
wären da nicht widerwolken
dicht unter deinem weg
will mich auch nicht ducken
unter späten regenstreifen
wo ein schon schüttres blätterdach
keinen schirnersatz mehr geben mag
und doch lässt sich das lieben spüren
das sonst sich unter deinem licht bewegt
wenn du frei gehst vorm sternenschauern
ist es auch viel zu leicht zu leben
aber doch hier im dunkelwassergehen
brauchts den willen zu dem einen
ein herz einzufangen
irgendwo im dauerfeuchten
ganz mondenwertig aufgeschlossen
wie wenn es mit dir oben voller leben geht
(copyright © 6.9.2017, bernd pol)
oder nur ganz wenig angekratzt
wären da nicht widerwolken
dicht unter deinem weg
will mich auch nicht ducken
unter späten regenstreifen
wo ein schon schüttres blätterdach
keinen schirnersatz mehr geben mag
und doch lässt sich das lieben spüren
das sonst sich unter deinem licht bewegt
wenn du frei gehst vorm sternenschauern
ist es auch viel zu leicht zu leben
aber doch hier im dunkelwassergehen
brauchts den willen zu dem einen
ein herz einzufangen
irgendwo im dauerfeuchten
ganz mondenwertig aufgeschlossen
wie wenn es mit dir oben voller leben geht
(copyright © 6.9.2017, bernd pol)
Montag, 4. September 2017
sternvertrauen
es geht nicht mir
die sterne vom himmel
holen zu wollen
sie fallen von selbst
vergehen verglühen
womöglich vor ihrer zeit
und doch
wieder und wieder
dieses vertrauen mögen
auf all das was nie kommt
zur von uns doch richtig
herbei gewünschten
sternenfallzeit
(copyright © 4.9.2017, bernd pol)
die sterne vom himmel
holen zu wollen
sie fallen von selbst
vergehen verglühen
womöglich vor ihrer zeit
und doch
wieder und wieder
dieses vertrauen mögen
auf all das was nie kommt
zur von uns doch richtig
herbei gewünschten
sternenfallzeit
(copyright © 4.9.2017, bernd pol)
Sonntag, 3. September 2017
ein kindervers
du bist mir einen kindervers
wert auf dem späten liebesgehen
nur dass du weißt es gibt uns noch
in zweien als eines beim fortgeschehen
ganz ungemein
so lieb ich dich
für dich allein
die welt für mich
ein ganzes sein
und sicherlich
ein schicksalstreiben
hin und wider
und dabei unaufgegeben
ist das leben
was uns hält
ein lieben
das aus untergründen
immer wieder neu erwächst
und das wilde ruhen weich macht
über all den dornen
unserer zeit
immer neu befragt
wo wäre ich wohl
ohne wissend zu glauben
du hast es doch im lieben gut
(copyright © 3.9.2017, bernd pol)
wert auf dem späten liebesgehen
nur dass du weißt es gibt uns noch
in zweien als eines beim fortgeschehen
ganz ungemein
so lieb ich dich
für dich allein
die welt für mich
ein ganzes sein
und sicherlich
ein schicksalstreiben
hin und wider
und dabei unaufgegeben
ist das leben
was uns hält
ein lieben
das aus untergründen
immer wieder neu erwächst
und das wilde ruhen weich macht
über all den dornen
unserer zeit
immer neu befragt
wo wäre ich wohl
ohne wissend zu glauben
du hast es doch im lieben gut
(copyright © 3.9.2017, bernd pol)
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