ach ich möchte wieder früchte tragen
solche zum berauschen deiner welt
wo steine hoch zu sternen singen
und im bäumedämmern zauberkreise flirren
was soll mir das abendrot
wenn dich schleier einverbergen
nebelgleich von tausendschönen
lebensweisen auszugleiten
lass mich dir wie honig sein
wie rauschbestärkte liebesfrüchte
das sehenwerden wachsen lassen
und das spürensein durchdauernd leben
die steine möchte ich erweichen
und unter sternen dir ein lager bauen
das mit uns die welt durchgleitet
langsam wie im göttergleichen lieben
eins sein du
auf ewigkeiten
in den früchten
dieser welt
(Copyright © 28. Juni 2014, Bernd Pol)
Montag, 30. Juni 2014
Freitag, 2. Mai 2014
Frühjahrstrauerzeiten
Das ist wie im letzten Frühlingsblütentreiben,
wie im Sturm, bevor der große Regen fällt
und ungenutztes Leben über Pfützen treibt,
Abfall weit vor jedem Reifewerden.
Es wirbelt Blütenblätter wie verwehten Schnee
und leere Kelche sammeln sich rauen Haufen
und hemmen unbedachten Schritt.
Ringsum treibt viel zu früher Tod …
Gut, siehst du auf, lässt sich der Herbst schon ahnen,
doch dieses Mühen will hier manchmal nicht,
gebückt klebst du am Grund und grübelst Möglichkeiten,
die es mal gab und die verloren sind.
Wenn Menschenträume gehen vor dem ersten Reifen,
wenn vorm Erfüllen Leben abgeschnitten sind,
und alles ist so ohne Halt wie letztes Frühlingsblütentreiben,
ringsum, so viel zu früher Tod …
Es braucht das stille Traueratmen,
ein Treibenlassen durch den großen Regen,
den Sturm, der Ungeword'nes weiterfegt.
Und dann, vielleicht,
hebt sich der Blick
ins Grün und träumt erneut
vom Reifen in den Herbst.
(Copyright © 2. Mai 2014, Bernd Pol)
wie im Sturm, bevor der große Regen fällt
und ungenutztes Leben über Pfützen treibt,
Abfall weit vor jedem Reifewerden.
Es wirbelt Blütenblätter wie verwehten Schnee
und leere Kelche sammeln sich rauen Haufen
und hemmen unbedachten Schritt.
Ringsum treibt viel zu früher Tod …
Gut, siehst du auf, lässt sich der Herbst schon ahnen,
doch dieses Mühen will hier manchmal nicht,
gebückt klebst du am Grund und grübelst Möglichkeiten,
die es mal gab und die verloren sind.
Wenn Menschenträume gehen vor dem ersten Reifen,
wenn vorm Erfüllen Leben abgeschnitten sind,
und alles ist so ohne Halt wie letztes Frühlingsblütentreiben,
ringsum, so viel zu früher Tod …
Es braucht das stille Traueratmen,
ein Treibenlassen durch den großen Regen,
den Sturm, der Ungeword'nes weiterfegt.
Und dann, vielleicht,
hebt sich der Blick
ins Grün und träumt erneut
vom Reifen in den Herbst.
(Copyright © 2. Mai 2014, Bernd Pol)
Mittwoch, 30. April 2014
Vielleicht
Vielleicht …
… wenn Erde erst die verlorenen Worte bedeckt …
… wenn Ungesagtes nicht wieder hörbar sein muss …
… wenn kein Schatten mehr aus Vergangenem trifft …
… wenn aus Träumen kein Dunkel mehr quillt …
Vielleicht dann
wird die Welt wieder leicht
und der Blick zurück erneut
klar und wunderbar zart.
Vielleicht,
wenn die Blumen fortgewelkt sind
und die Kränze vertrocknet …
Vielleicht dann
erstehst du mir neu …
(Copyright © 30 April 2014, Bernd Pol)
… wenn Erde erst die verlorenen Worte bedeckt …
… wenn Ungesagtes nicht wieder hörbar sein muss …
… wenn kein Schatten mehr aus Vergangenem trifft …
… wenn aus Träumen kein Dunkel mehr quillt …
Vielleicht dann
wird die Welt wieder leicht
und der Blick zurück erneut
klar und wunderbar zart.
Vielleicht,
wenn die Blumen fortgewelkt sind
und die Kränze vertrocknet …
Vielleicht dann
erstehst du mir neu …
(Copyright © 30 April 2014, Bernd Pol)
Samstag, 15. Februar 2014
über deinen schlaf getrennt zu wachen
es ist vielleicht dies immer wieder sprechen
dies dauer denken im getrennten sein
dies begründen bitten abwehr reden
dies entfernte einverstanden sein
den augenblick im sich begegnen
auf ewigkeiten auszudehnen
im halten frei gelassen sein
auch wo diese zeiten trennen
und räume auseinander treiben
doch immer dies
du bist bei mir
und spürst
vielleicht
ein wort
oder zwei
über deinem schlaf ein wachen
bleib du mir nah
wo du auch bist
stumme worte schweben machen
zu wissen es ist gut
wie es dich gibt
(Copyright © 15. Februar 2014, Bernd Pol)
Samstag, 8. Februar 2014
Nur Amour fou?
Mein Wort darauf:
Ein Feuerwerk will ich
uns zuzeiten schaffen.
Leihst du mir endlich
mehr als nur dein Ohr
so mag es sein,
aus rosa Wolkennebel
wächst Größeres
als nur vielleicht
so eine Amour fou.
Zur einer Vorgabe: Amour, Feuerwerk, rosa, Ohr, Wort
(Copyright © 8. Februar 2014, Bernd Pol)
Montag, 3. Februar 2014
du
du
ein wort
ein leben
du
wie sollt ich dich in worten tragen
wenn dies eine nicht mehr wäre
du und dich und das da hier
ein ganzes gleich gemeinsam leben
du und ich und alles hier
in eins und doch
jeder ganz bei
sich hier
du
weniger als halb
wär ich ohne
dies leben
jener einen
urlautssilbe
du
nur glücklich sein
dass es dies gibt
so vollständig
du
(Copyright 3. Februar 2014, Bernd Pol)
Freitag, 27. September 2013
wieder ein morgengesang
ich hab dich so herzlich lieb
du gehst mir durch die frühgedanken
und lebst in meinem fühlen auf
wenn da nur der eine augenblick
verwandter innennähe ist
und du stehst ganz
urvertraut und still
so dicht vor mir
kann ich da sagen was du für mich bist
und ich dir an diesem frischen tag
an dem sich leben neu entscheidet
an dem was ewig war und dem
was da auch immer wieder
uns neu zukommen mag
dich zu wissen reicht da völlig aus
und dein kennen macht mich froh
und ein dasein eng um dich
auch da wo niemand sieht
und nur vertrauen lebt
zuzeiten bin ich still um dich
zuzeiten kann ich endlos ruhig sein
zuzeiten
ich hab dich bestimmt so herzlich lieb
und es ist gleich was sonst geschieht
bist du so nah bei meiner welt
was will ich mehr
dass du genügst
(Copyright 27. Februar 2013, Bernd Pol)
Abonnieren
Posts (Atom)