Dienstag, 27. Juni 2017

tatsachen

dies
ich will frei sein
für meine lebenskreise
im gestalten unserer welt

und dies
du sollst frei sein
für dein lebenswerden
im gestalten unserer welt

denn dies ist es
wenn wir gemeinsam schaffen
ein doppeltes leben in
unserer einzigkeit

du bist du wirst ich werde
und alles im gemeinsamen einssein
wie werden füreinander ineinander
verschmolzen zuzeiten doch
für uns echt sein

und dann lebe ich dich
und lass mir dein leben schenken
ganz ohne aufpreis
im einzig artigen liebesgeschehn

weiß ich dich
spür ich dich

bin ich unendlich frei

(copyright © 27.6.2017, bernd pol)

Samstag, 24. Juni 2017

verständigungen

weißt du wenn ich weiß was du weißt
oder nicht und die worte fehlen
und du bist so ganz in deiner welt

es ist so schwer mitunter
den weg zu finden dort
der zu dir führt und
dem wirklichen sein

von mir zu dir zu mir
und immer weiter tastend
ein wissen ein vertrauen
ein raten ein fremdsein

ein verstehen schaffen
von einer zu einer anderen welt
weißt du wenn die worte fehlen

und die gesten nicht reichen
und das mitgefühl sich an
unerkannten mauern bricht

und einfach nur die herzen
schreien hinter dem lieben
dem unverstandnen außensein

weißt du wenn du weißt
und die liebe treibt
durch mauern hier

zu dir
zu mir

einverstandenes
einszweisamsein

(copyright © 24.6.2017, bernd pol)

Freitag, 23. Juni 2017

vom erforschen der nähe

ich würde so gerne das lieben verstehen
das meine und das was außer mir lebt
die widersprüche wissen und fühlen
wies deiner freudentrauer ergeht

ich möchte wissen
wenn ich dich spüre
was du von mir erlebst

und ob dein leben
so war und so wurde
was du vom lieben begehrst

nein nicht die worte sind da entscheidend
dies wissen entsteht nicht im gesprochenen raum
dem vertrauten zu vertrauen im immer neuen geschehen

und auch von ferne her wissen
aus deinem ganz eigenen leben

ein wahres lieben ist es
wenn du bei mir bist
bleibst du mir nah

(copyright © 23.6.2017, bernd pol)

Donnerstag, 22. Juni 2017

gewittrige enttäuschung

nun hat es doch ein paar donner gegeben
ein paar blitze vielleicht ganz ohne mich
hinterm horizont treibt rauschender regen

es ist doch einfach lächerlich
das wetter mag sich so gar nicht entscheiden
hier treibt hitze fürchterlich

man sieht die erlösung über den weiden
und räumt die gartenmöbel weg
und steht im freien und erwartet die beiden

den sturm und den regen über deck
doch will sich das zeug nicht für uns entscheiden
uns bleibt der schwülheiße dreck

ich frag mich wozu
und mag nicht mehr reimen

was hab ich getan
das das wetter mich meidet

(copyright © 22.6.2017, bernd pol)

Dienstag, 20. Juni 2017

aufbegehren

ich hab mich eingefressen in das leben
in die süßen wie in die bitteren teile
und das was immer scheiße ist

es gehört zusammen das
verdaubare und das
unverdaute und all das
dazwischen was unbewältigbar scheint

hilflos in fremden tränen gefangen
in trauern die nicht die meinen sind

so ausweglos mitunter
ich hab es gefressen
ein leben in dem

sich immer wieder nur
mitleiden lässt

(copyright © 20.6.2017, bernd pol)

vom getrennt gemeinsam sein

und dann ist wieder da das warten
das aus sich gehen wenn du schweigst
das still sich ineinander sehnen

die zeichen wenn sie unverkennbar waren
die lebensworte aus dem gleichen sein
die leise eingetropften widersprüche
die doch ein ganzes leben sind

ich würd dir gern die welt erklären
den teil hier den ich für dich bin
und jenen den ich aufbewahre
für jene immer fernen zeiten
wo wir auseinander sind

ich bin bei dir im nahen schweigen
ich bin bei uns wie du sprichst
ich bin in einem wo du liebst
ich bin im zeitenleben hier

glaub mir all die seelenmühe
die ohne gegenfordern lebt
nur dies eine ausbedungen

dass vertrauen bleibt auch
wo ich uns alleine bin

(copyright © 20.6.2017, bernd pol)

Montag, 19. Juni 2017

gemeinsamkeit

ich mag dich hier in zwischenräumen spüren
zwischen den zeilen lieben mit dir in
immer ungesagten wörterspielen

ergibt sich sinn im weltenspüren
im dasein beim gemeinsam lieben
außer sich leben von profanem sein

du weißt ich hör dir zu eigen zu
bei all diesem lebensregen
von guten wie von schlechten tagen

hauptsache bleibt
wir sind uns
gegenseitig
liebend da

(copyright © 19.6.2017, bernd pol)