ich bin aus sternenstaub geboren
weit vor meiner eigenzeit
hab ich mich in leere verloren
neu gefunden weltenweit
aus dem was ist
zum kleinen teil geschaffen
aus riesenwelten
im ganzen all zusammenhalt
wie kann der mensch
nur staubkorn sein
wo er um das ganze weiß
beim blick in himmelweiten
ich bin aus sternenstaub gemacht
und trage die gesamte welt in mir
(copyright © 24.10.2017, bernd pol)
Dienstag, 24. Oktober 2017
Montag, 23. Oktober 2017
traumsicherheit
weißt du
ich glaube
ich habe geträumt
von dir diese nacht
und alles war so
wunderbar gut
im lieben
mit dir
doch leider bin ich erwacht
nach einer stunde oder so
und all die traumsicherheit
war nur glauben geblieben
und jetzt frag ich dich
träumst du vielleicht
all das noch einmal
tagsüber mit mir
so du und ich
und das wissen
dies alles wird so
wunderbar gut
im lieben
mit dir
(copyright © 23.10.2017, bernd pol)
ich glaube
ich habe geträumt
von dir diese nacht
und alles war so
wunderbar gut
im lieben
mit dir
doch leider bin ich erwacht
nach einer stunde oder so
und all die traumsicherheit
war nur glauben geblieben
und jetzt frag ich dich
träumst du vielleicht
all das noch einmal
tagsüber mit mir
so du und ich
und das wissen
dies alles wird so
wunderbar gut
im lieben
mit dir
(copyright © 23.10.2017, bernd pol)
Sonntag, 22. Oktober 2017
letzter versuch
komm lass uns glanz auf die wunden legen
zerschrundene seelen brechen so leicht
und dann lass uns sitzen um stille zu trinken
arglos für sich bis zum anbruch der nacht
lass uns mit binden die münder bedecken
gegen den rauch aus den bränden des tags
und schauen und ein sanfteres wunder erhoffen
das die schwelenden reste mit tränen verlöscht
und dann lass uns noch sehen
ob die pfeiler doch tragen
vielleicht einen steg hier
über das reißen im fluss
und vielleicht lass uns
neu mit ruhigen händen
liebeskräfte bewegen
für leichtere brücken
über sumpfige ufer
aus zorniger zeit
doch wenn wirklich kein baum mehr
uns mit festen bohlen beschenkt
aus der zeit als das lieben
ihn in leidenschaft hielt
lass uns die zeit für einen
letzten traurigen blick
und dann lass uns gehen
still ohne
ein weiteres
zu schweres wort
(copyright © 22.10.2017, bernd pol)
zerschrundene seelen brechen so leicht
und dann lass uns sitzen um stille zu trinken
arglos für sich bis zum anbruch der nacht
lass uns mit binden die münder bedecken
gegen den rauch aus den bränden des tags
und schauen und ein sanfteres wunder erhoffen
das die schwelenden reste mit tränen verlöscht
und dann lass uns noch sehen
ob die pfeiler doch tragen
vielleicht einen steg hier
über das reißen im fluss
und vielleicht lass uns
neu mit ruhigen händen
liebeskräfte bewegen
für leichtere brücken
über sumpfige ufer
aus zorniger zeit
doch wenn wirklich kein baum mehr
uns mit festen bohlen beschenkt
aus der zeit als das lieben
ihn in leidenschaft hielt
lass uns die zeit für einen
letzten traurigen blick
und dann lass uns gehen
still ohne
ein weiteres
zu schweres wort
(copyright © 22.10.2017, bernd pol)
klagegesang
was soll werden
wenn dich das lieben zerreißt
und wieder die erde sich gegen
den himmel stellt
das ist das hiersein in den mühen des niedrigen tages
das streiten um jeden verfügbaren teil deiner zeit
das nach dem nächst erreichbaren greifen
das sorgen packen das grenzen zerren
das unter allem ohnmächtig sein
und dann doch immer das sehnen
und dann das stets unvollständig sein
und dann das nicht zu einem werden können
und dann das zerreißen von wünschen und welt
was soll werden
wenn dich das lieben nicht versteht
und sprechen nur gegenreden erschafft
über getrennten teilen
einer haltlosen
weglosen
welt
(copyright © 22.10. 2017, bernd pol)
wenn dich das lieben zerreißt
und wieder die erde sich gegen
den himmel stellt
das ist das hiersein in den mühen des niedrigen tages
das streiten um jeden verfügbaren teil deiner zeit
das nach dem nächst erreichbaren greifen
das sorgen packen das grenzen zerren
das unter allem ohnmächtig sein
und dann doch immer das sehnen
und dann das stets unvollständig sein
und dann das nicht zu einem werden können
und dann das zerreißen von wünschen und welt
was soll werden
wenn dich das lieben nicht versteht
und sprechen nur gegenreden erschafft
über getrennten teilen
einer haltlosen
weglosen
welt
(copyright © 22.10. 2017, bernd pol)
Freitag, 20. Oktober 2017
und immer dann
und dann habe ich wieder gesehen
wie verletzlich sie doch immer ist
unsere welt und wie dünn doch
was uns lebendig erhält dieser
so zarte atmosphärenfilm über
dem erdkugelrand zum all
und dann immer wieder neu die frage
was reitet bloß die mächtigen
uns nicht wenigstens dies
mit fleiß zu erhalten
und dann weiß ich doch immer wieder die antwort
wenn ich auf die felder sehe und die fabriken
und die meere die berge die menschen
und dann weiß ich immer neu
ich gebe das hoffen und das
fechten ein leben nicht auf
(copyright © 20.10.2017, bernd pol)
wie verletzlich sie doch immer ist
unsere welt und wie dünn doch
was uns lebendig erhält dieser
so zarte atmosphärenfilm über
dem erdkugelrand zum all
und dann immer wieder neu die frage
was reitet bloß die mächtigen
uns nicht wenigstens dies
mit fleiß zu erhalten
und dann weiß ich doch immer wieder die antwort
wenn ich auf die felder sehe und die fabriken
und die meere die berge die menschen
und dann weiß ich immer neu
ich gebe das hoffen und das
fechten ein leben nicht auf
(copyright © 20.10.2017, bernd pol)
Donnerstag, 19. Oktober 2017
herbstmorgenblues
ein morgen wie es viele gab
draußen wächst die nebeltrübe
dichter unter ferne leuchtenkegel
der nachbarshund führt wen spazieren
graue katzen huschen zwischen zäunen
irgendwo schimpft eine ärgerliche amsel
und beim fenster schnauft ein später igel
so normal wächst hier die welt
in den tag der eben nicht recht will
das licht lässt länger auf sich warten
und es rumort schon zeitig in der stadt
der frühstückskaffee kommt noch ungelegen
das radio versammelt krieg und schulden
und immer menschenunverträglichkeit
doch man mag den tagesgang
am abend dann vielleicht
ein wenig loben dürfen
aber noch ist dieser morgen
einfach nur unerträglich grau
(copyright © 19.10.2017, bernd pol)
draußen wächst die nebeltrübe
dichter unter ferne leuchtenkegel
der nachbarshund führt wen spazieren
graue katzen huschen zwischen zäunen
irgendwo schimpft eine ärgerliche amsel
und beim fenster schnauft ein später igel
so normal wächst hier die welt
in den tag der eben nicht recht will
das licht lässt länger auf sich warten
und es rumort schon zeitig in der stadt
der frühstückskaffee kommt noch ungelegen
das radio versammelt krieg und schulden
und immer menschenunverträglichkeit
doch man mag den tagesgang
am abend dann vielleicht
ein wenig loben dürfen
aber noch ist dieser morgen
einfach nur unerträglich grau
(copyright © 19.10.2017, bernd pol)
Dienstag, 17. Oktober 2017
herbstmelancholie
heut wär ich gerne auf dem ast
ganz vorne wo die blätter fallen
und jedem rotgold eine stimme geben
ein leises rauschen hier und da ein oh
so wollt ich spüren wie der herbst vergeht
und wenn vor mir die blätter einzeln sterben
ein wenig trauer treiben und durch ein sehnen ziehen
und auf das rauschen lauschen
wo ein herzschlag sich im
blättersterben eint
dort auf dem ast ein wenig leben träumen
wie es geht und vielleicht wiederkommt
im nächsten jahr womöglich so
unter diesem ast die ersten
blüten leise aufzufangen
(copyright © 17.10.2017, bernd pol)
ganz vorne wo die blätter fallen
und jedem rotgold eine stimme geben
ein leises rauschen hier und da ein oh
so wollt ich spüren wie der herbst vergeht
und wenn vor mir die blätter einzeln sterben
ein wenig trauer treiben und durch ein sehnen ziehen
und auf das rauschen lauschen
wo ein herzschlag sich im
blättersterben eint
dort auf dem ast ein wenig leben träumen
wie es geht und vielleicht wiederkommt
im nächsten jahr womöglich so
unter diesem ast die ersten
blüten leise aufzufangen
(copyright © 17.10.2017, bernd pol)
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